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Abschied von einem Kollegen, der in den Ruhestand geht: ein Ansatz für HR-Teams

Wenn ein Mitarbeiter nach dreißig Dienstjahren in den Ruhestand geht, bleibt am letzten Arbeitstag oft weniger Zeit, als der Anlass verdient.

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Abschied von einem Kollegen, der in den Ruhestand geht: ein Ansatz für HR-Teams

Ein kurzer Empfang, ein Geschenkgutschein und ein Dankeswort der Führungskraft sind üblich, fangen aber selten die Wirkung einer langen Laufbahn ein. HR-Teams suchen deshalb immer öfter nach einem Weg, diesen Abschied persönlicher und dauerhafter zu machen, ohne dass das viel zusätzliche Organisation erfordert.

Warum der Abschied in den Ruhestand oft zu kurz greift

Organisationen behandeln den Ruhestand oft als administrativen Endpunkt, während er für den betroffenen Mitarbeiter einer der emotional wichtigsten Momente der Laufbahn ist.

Der letzte Arbeitstag ist zu kurz für eine dreißigjährige Laufbahn

Ein Empfang von einer Stunde, mit Rede und Geschenk, steht in keinem Verhältnis zu Jahrzehnten an Beiträgen, Projekten und Kollegen, die in dieser Zeit gekommen und gegangen sind. Viele dieser Kollegen – frühere Teammitglieder, die inzwischen woanders arbeiten oder selbst im Ruhestand sind – sind am Tag selbst oft gar nicht dabei.

Ehemalige Kollegen bleiben oft außen vor

Wer dreißig Jahre in einer Organisation gearbeitet hat, hatte in der Regel Kontakt mit deutlich mehr Menschen als dem aktuellen Team. Ein physischer Empfang erreicht selten die früheren Kollegen, Kunden oder Lieferanten, die eine jahrelange Bindung zum scheidenden Mitarbeiter aufgebaut haben.

Wie HR einen digitalen Abschied organisiert, der der Laufbahn gerecht wird

Eine digitale Wunschseite rund um den scheidenden Mitarbeiter macht es möglich, alle einzubeziehen, die je mit dieser Person zusammengearbeitet haben, unabhängig davon, ob sie noch im Unternehmen sind oder inzwischen woanders arbeiten.

Beispiel: ein Ruhestand nach dreißig Jahren in der Logistik

Eine HR-Verantwortliche legt sechs Wochen vor dem Ruhestand eines Lagerleiters eine Seite an. Der Link wird mit dem aktuellen Team geteilt, und über eine separate E-Mail-Adresse auch mit ehemaligen Kollegen, die inzwischen im Ruhestand sind. Am Abschiedstag hat die Seite mehr als sechzig Beiträge, darunter Videos von Menschen, die seit Jahren nicht mehr auf dem Werksgelände waren.

Beispiel: ein Abschied mit Kunden und Lieferanten

Bei einem Key-Account-Manager, der nach fünfundzwanzig Jahren in den Ruhestand geht, lädt HR auch einige feste Kunden und Lieferanten ein, eine Nachricht zu hinterlassen. Das gibt dem scheidenden Mitarbeiter ein Bild von der Wirkung der Arbeit außerhalb der eigenen Organisation, etwas, das auf einem internen Empfang selten vorkommt.

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