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Wie eine Gemeinde Jubilare extra in den Mittelpunkt rückt

Jedes Jahr macht sich der Bürgermeister oder ein Schöffe auf den Weg, um Hundertjährige zu beglückwünschen oder ein goldenes oder diamantenes Ehejubiläum zu feiern.

Wie eine Gemeinde Jubilare extra in den Mittelpunkt rückt

Jedes Jahr macht sich der Bürgermeister oder ein Schöffe auf den Weg, um Hundertjährige zu beglückwünschen oder ein goldenes oder diamantenes Ehejubiläum zu feiern. Ein Blumenstrauß, ein Foto für die kommunale Facebook-Seite, ein offizielles Dokument: das ist eine schöne Tradition. Aber was, wenn Familie im Ausland wohnt und nicht dabei sein kann? Was, wenn ehemalige Kollegen oder Nachbarn auch gerne etwas sagen möchten, aber nicht wissen wie?

Eine extra Ebene über dem bestehenden Besuch

Immer mehr Gemeinden entscheiden sich dafür, neben dem offiziellen Besuch eine digitale Wunschseite über Wens on Web einzurichten. Die Idee ist einfach: die Gemeinde oder ein Familienmitglied legt eine Seite für den Jubilar an und teilt den Link mit allen, die eine Nachricht hinterlassen möchten. Das kann ein Text sein, aber auch ein Foto aus früheren Jahren oder ein kurzes Videoclip.

Wer alles reagieren kann

Nicht nur die engste Familie. Auch Nachbarn, frühere Kollegen, Mitglieder des örtlichen Seniorenvereins oder des Kartenspielclubs, dem der Jubilar jahrelang angehörte, können eine Nachricht hinterlassen. Bei Hundertjährigen, die jahrzehntelang in der Gemeinde wohnten, wächst die Liste möglicher Absender oft auf Dutzende Menschen, die sonst nie den Weg zu einer Glückwunschkarte finden würden.

Wie es praktisch abläuft

Der Dienst Einwohnerwesen oder das Sozialhaus legt die Seite an, sobald ein Jubiläum bekannt ist. Der Link wird über den Gemeinde-Newsletter, soziale Medien oder direkt an die Familie weitergegeben. Wünsche gehen bis einige Tage vor dem Besuch ein. Kurz vor dem Besuch wird alles gebündelt: als PDF zum Ausdrucken oder als digitale Übersicht, die während des Besuchs selbst auf einem Tablet gezeigt wird.

Warum das mehr ist als ein nettes Extra

Für den Jubilar selbst bedeutet es ein unerwartetes Geschenk zusätzlich zum offiziellen Besuch: das Gefühl, dass so viele Menschen an sie gedacht haben. Für die Gemeinde ist es eine Möglichkeit, dem bestehenden Protokoll, das ohnehin organisiert wird, einen persönlichen und sichtbaren Mehrwert zu geben, ohne dass der Dienst Einwohnerwesen extra Arbeitslast bekommt. Die Organisation bleibt dieselbe, nur das Endergebnis wird reicher.

Wirkung auf längere Sicht

Wer einmal eine Wunschseite für ein Familienmitglied geteilt hat, denkt später wieder daran bei einem anderen Geburtstag, Jubiläum oder Abschied. So verbreitet sich die Plattform von selbst innerhalb einer Gemeinde, von einem Haushalt zum nächsten, ohne Werbeaufwand.

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